Disziplinen der EWU

Western Pleasure:

Ein gut ausgebildetes Western Pleasure Pferd geht ruhig und gelassen am losen Zügel und ist aufmerksam gegenüber seinem Reiter und mit feinen Hilfen zu regulieren. Es soll, wie schon der Name der Prüfung sagt, seinem Reiter Freude machen.

In der Prüfung werden die drei Gundgangarten, die Bewegungsqualität und die Gesamterscheinung des Pferdes beurteilt.

Die Pferde werden in einer Gruppe in der Bahn vorgestellt, wobei schnellere Pferde innen überholen dürfen. Positiv bewertet werden Pferde, die am angemessen losen Zügel mit einer ihrem Exterieur entsprechenden entspannten Kopf- und Halshaltung flüssig und leichtfüßig vorwärts gehen. Das Pferd soll sich in allen Gangarten ruhig, aber mit untertretender Hinterhand sowie taktrein und gleichmäßig bewegen. Es soll einen freundlichen und willigen Eindruck machen.

Am Ende der Prüfung wird das Rückwärtsrichten verlangt, auch hierbei soll das Pferd mit minimalen Hilfen flüssig und gerade rückwärts treten.

Quelle: Die Westernreitlehre / FNverlag

Reining:

n der Reining wird ein sorgsam ausgebildetes Pferd verlangt, welches rasante Manöver wie die Sliding Stops (gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem vollen Galopp), Spins (schnelle 360-Grad-Drehungen) und Roll-Backs (180-Grad-Wendungen auf der Hinterhand) willig ausführt. Die einzelnen Elemente der Reining sind Aufgaben, die das Pferd ursprünglich bei der Arbeit mit Rindern beherrschen musste.

Reining ist die einzige Westernreitdisziplin, die von der Internationalen Reitervereinigung anerkannt ist.

Ranch Riding:

Das Ziel der Disziplin Ranch Riding ist es, ein willig an den Hilfen stehendes Pferd zu präsentieren, welches auch in höheren Gangarten leicht zu kontrollieren ist.

So werden neben extended Trot und Lope auch andere Pflichtmanöver, wie Side-Pass, Galoppwechsel und das Überreiten von Stangen gefordert, um die Vielseitigkeit und Rittigkeit eines guten Ranch Pferdes herauszustellen. Eine leichte Zügelverbindung ist dabei gewünscht.

Showmanship at Halter:

Bei der Showmanship at Halter wird das Pferd an der Hand den Richtern vorgeführt. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Fähigkeit des Vorstellers das Pferd angemessen und willig zu präsentieren. Durch minimale Hilfengebung soll das Pferd auf seinen „Reiter“ reagieren.

Neben der korrekten Aufstellung des Pferdes und der genauen Absolvierung der Aufgabe gehört auch der Pflegezustand von Pferd, Ausrüstung und Kleidung des „Reiters“ zu den Bewertungskriterien.

Western Horsemanship:

Bei der Horsemanship stehen die Leistungen des Reiters im Vordergrund. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die verlangte Einzelaufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt. Es sind keine spektakulären, dafür aber penibel nachzureitende Manöver, die verlangt werden.

Optional können die Richter ebenfalls einen zweiten Teil hinzufügen. Die Railwork. Die Railwork ähnelt dem Ablauf einer Western Pleasure, die noch zu 20 Prozent in die Wertung einfließen kann. Inzwischen wird die Railwork nur noch sehr selten in einer Horsemanship abgefragt.

Trail:

In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen. Beim Trail sind Nervenstärke, Vertrauen vom Reiter ins Pferd sowie auch das Vertrauen des Pferdes in den Reiter gefordert. Der Reiter muss zum Beispiel ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor passieren zu können. Ein anderes Hindernis ist die Brücke, die von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden soll. Auch müssen am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, ohne Berühren in den verschiedenen Gangarten überschritten werden. Eine andere Übung ist das Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U.

Das gute Trailpferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem noch so seltsamen Hindernis nähern, es prüfen und dann ohne Verzögerung bewältigen.

Western Riding:

Bei der Western Riding sind vor allem zahlreiche fliegende Galoppwechsel auf den Punkt genau zu absolvieren. Sie gehört zu den anspruchvollsten Disziplinen. Eine Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, losgelassenen und mühelos bewegenden Pferdes.

Pluspunkte werden vergeben für weiche, taktreine Gänge bei gleichbleibendem Tempo während der gesamten Aufgabe.

Horse Dog Trail:

Der Horse & Dog Trail ist bei der EWU seit  2014 als Disziplin mit Punktewertung anerkannt.

Die Grundlage dieser Disziplin ist der Tail, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass nicht nur das Pferd die Hindernisse bewältigen muss, sondern auch der Hund. Je nach Pattern (Aufgabe), muss das Herrchen den Hund erst vorschicken, Platz machen lassen und dann selbst die Aufgabe reiten oder umgekehrt. Einige Hindernisse wie Trab- und Galoppstangen werden auch gemeinsam und zeitgleich von Pferd und Hund absolviert.

Weiterhin kann diese Prüfung auch als Breitensportwettbewerb ausgeschrieben werden.

Working Cowhorse:

Diese Rinder-Disziplin besteht aus zwei Teilen: Zuerst muss eine Reining-Aufgabe geritten werden, die sogenannte „Dry Work“. Anschließend wird zur „Fence Work“ ein Rind in die Bahn gelassen, das von Pferd und Reiter kontrolliert werden muss.

Der Reiter hat zwei Minuten Zeit, zunächst das Rind an der kurzen Seite der Bahn zu kontrollieren und es dann an der langen Seite mindestens ein Mal in jede Richtung gegen die Bande zu wenden. Zum Schluss muss der Reiter das Rind zu je einem Zirkel links- und rechtsherum dirigieren.

Superhorse:

Die Prüfung enthält Elemente aus den vier Disziplinen Reining, Ranch Riding, Trail und Western Riding. In dieser Disziplin sind vor allem sehr vielseitige Pferde gefragt, sogenannte Allrounder. Um in dieser Disziplin starten zu dürfen müssen die Pferde mindestens 7 Jahre alt sein.

Die Superhorse wird exklusiv von der EWU auf Turnieren angeboten.