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Bericht zum Jungpferde-Symposium

"Und warum muss mein Reiner in der Jungpferde Reining Volten traben?“

Mit diesen und anderen spannenden Fragen beschäftigten wir uns am 10. Februar 2018 beim landesübergreifenden Jungpferde-Symposium in Hannover. Ziel dieser jährlich stattfindenden Symposien ist ein aktiver Austausch zwischen Reitern, Trainern und Richtern.

Dem Aufruf der EWU Sachsen, sich hierfür zu bewerben, folgten wir, Nancy Großer als Trainerin und Jana Köhntopp als Reiterin. Zudem nahm Constance Waber als Richterin teil. Somit war die EWU Sachsen mit drei Mitgliedern vertreten.

Das Seminar fand unter der Leitung von Carmen Voigtland und Victoria Stock statt.

Am Vormittag wurde zunächst das Bewertungssystem der Jungpferdeklassen erläutert. Anschließend wurden in kleinen Gruppen offene Fragen zu Pattern, Grundgangarten und Sonstigem zusammengetragen. Dabei kristallisierten sich folgende Schwerpunkte heraus: Die Reiter und Trainer sprachen sich für einen „Fehlerkatalog“ aus, um die Bewertung der Manöver für die Teilnehmer nachvollziehbarer zu machen. Die Zügellänge in der Show und deren Auswirkung auf die Bewertung wurden diskutiert. Die Reiter äußerten ihren Wunsch nach mehr Transparenz und einer neuen Beschreibung der Wertnoten. Zudem bestand Bedarf an einer Definition, was genau einen „Champion“– unabhängig von der Rasse – in den Jungpferdeklassen ausmacht.

Zu diesen Themen wurden nach der Mittagspause Lösungsansätze entwickelt. Diese werden nun – gemeinsam mit den Ergebnissen des zweiten Symposiums in Frankfurt - in die Richterschaft bzw. das Präsidium getragen und dort weiter bearbeitet. Anschließend werden die neu erarbeiteten Bewertungsmaßstäbe durch die EWU Deutschland publiziert.

Insgesamt bot das Symposium für uns einen positiven Erfahrungsaustausch. Zahlreiche Unklarheiten der Reiter und Trainer konnten direkt mithilfe der Fachkunde der Richter beseitigt werden. Spätestens jetzt wissen wir, dass auch ein Nicht-Quarter-Horse, das im Sinne der Ausbildungsskala der EWU trainiert und vorgestellt wird, durchaus eine vordere Platzierung in den Jungpferdeprüfungen erreichen kann und der Trab in der Jungpferde Reining verhindern soll, reine „Fachidioten“ zu produzieren ;)

Mit vielen weiteren neuen Ansätzen für unser Training und die neue Turniersaison fuhren wir nach Hause. Wir freuen uns auf eine Wiederholung des Seminars in 2019 und sind gespannt, welche Disziplin dann näher beleuchtet wird!

Text: Nancy Großer, Jana Köhntopp, Constance Waber

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